Pädagogik ist der vielfältiger Gestaltungsraum, in dem Erziehung und Bildung ihren Platz haben. In diesem Palast des Lernens und der Erkenntnisse mag man sich Reggio-Pädagogik als ein schmuckes Kabinett vorstellen, in dem sich immer wieder neue Türen auftun und ein weiter und lichter Trakt für Lernerfahrungen erlebbar wird.
 
Vor mehr als 40 Jahren entwickelten in der norditalie- nischen Stadt Reggio nell’Emilia kreative PädagogInnen und weitsichtige KommunalpolitikerInnen einen neue Sichtweise auf die Arbeit in den Kindergärten der Stadt. Maßgeblich wurde diese Konzeption von dem Pädagogen Loris Malaguzzi (1920–1994) geprägt, der unmittelbar nach Ende des Zweiten Weltkriegs begonnen hatte mit den Kindern in Reggio zu arbeiten. Heute zählt die Reggio -Pädagogik weltweit zu den ambitioniertesten elementar- pädagogischen Konzepten.
 
Pädagogische Einrichtungen in vielen Ländern lassen sich von der Arbeit in Reggio inspirieren, wenn sie über Bil- dungsreformen nachdenken.
 
Die hundert Sprachen des Kindes heißt ein Gedicht von Malaguzzi. Darin heißt es: "Das Kind hat 100 Sprachen, 100 Hände, 100 Weisen zu denken, zu sprechen und zu spielen, 100 Welten zu entdecken, 100 Welten zu träumen".
Die Reggio-Pädagogik will den Kindern helfen, diese Viel- falt an Sprachen zu erhalten. Auch will die Reggio- Pdädagogik die Kinder in diesen Sprachen wahrnehmen und bestätigen – nicht nur in der Sprache unserer ver- balen Kommunikation. Die Reggio-Pädagogik ist eine opti- mistische Pädagogik. Sie geht davon aus, dass das Kind mit seiner Energie, seiner Wissbegierde, seiner Kreati- vität Schöpfer seiner eigenen Entwicklung, Konstrukteur seiner persönlichen Wirklichkeit ist.
 
Wahrnehmungs- und Ausdruckserziehung sind deshalb ein zentrales Anliegen der reggianischen Kitas. Bei- spielsweise spielt die Kunsterzieherin, die zum Personal jeder Kita gehört, und das Atelier in dem diese mit den Kindern arbeitet dabei eine wichtige Rolle. Die Gesamt- gestaltung der Räume in der Kindertagesstätte bringt diesen pädagogischen Anspruch zum Ausdruck und dient der Förderung der Kinder.
 
Projektarbeit ist in der Reggio-Pädagogik ein wichtiger in- haltlicher Bezugspunkt für die Erwachsenen und die Kin- der. Die Themen der Projekte gehen von alltäglichen Er- fahrungen der Kinder aus, z. B. Schatten, Regen, Stadt.
Der Austausch der Kinder untereinander bekommt dabei eine hohe Aufmerksamkeit. Auch werden die Ergebnisse des Forschens in Wort und Bild gemeinsam von allen Be- teiligten dokumentiert.
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